Sonntag, 17. Januar 2016

Hello my name is...not Chloe!

 
Sie huscht mindestens 2 mal am Tag über mein Instagram Feed, sei es als „inspo-pic“ oder "ootd" einer modischen Bloggerin: Die Chloe Drew bag. 2015 begann der Hype um die neue it-bag. „Klein aber oho“ trifft es hier ziemlich perfekt, denn kein Taschenmodell vereint Funktionalität und Eleganz so gekonnt. Praktisch? Die Größe, nicht zu klein und nicht zu groß, bietet sie genug Platz für das Nötigste und ist damit DIE Übergangstasche zwischen glamouröser Clutch und klassischem Shopper. Und erst die Farbauswahl:  zartes Puderrosa, zeitloses Grau oder für ganz Mutige trendy in 2-farbiger Kombination, ist sie unendlich vielfältig. Nicht zu vergessen der goldene Kettenriemen, der lässig über die Schulter getragen, schon als Accessoire völlig ausreicht. Wäre da nur nicht der Preis. Ja der Preis, der mich schnell aus meiner rosa „Traumwolke“ zurück in die Realität chauffiert.  Nicht zwei-, sondern dreistellig präsentiert er sich in schwarzen dicken Ziffern, die mir zurufen „nein, 1.190,00€ ist diesen, auch nicht nächsten Monat im Budget!“ Na toll. Sparen? Nein, flüstert meine Ungeduld, erstmal nach Nachahmungen schauen, denn die gibt es von jeder angesagten Designer bag. Mit vollem Enthusiasmus durchforste ich also sämtliche Onlineshops, auf der Suche nach dem perfekten Zwilling. Doch je ähnlicher und günstiger es wird, desto qualitativ schlechter wirken die Duplikate. Logisch. Sage ich mir. Abstriche muss man in Kauf nehmen. Trotzdem gebe ich auf. Irgendwann, Irgendwann sage ich mir.
 24.12. Weihnachten - schon mal vorab, nein es gab keine Chloe Drew bag – aber dafür eine Schwester. Kleine Ähnlichkeiten und doch hat sie ihre ganz eigenen individuellen Momente. Etwa im Verschluss, der kleinen zusätzlichen Vordertasche,  oder die silbrig metallische Optik. Schlappe 60 Euro kostet das überraschend qualitativ ansehnliche Modell von Aldo, das es bei Zalando zu bestellen gibt. Allerdings ohne Kettenriemen, denn den habe ich „A la DIY“ von Obi selbst angebracht, doch  gerade das macht sie so besonders. So habe ich selbst ein Stück zu meiner Traumtasche beigetragen, wodurch sie teilweise ein kleines bisschen zur Designertasche wurde (:D). Und wenn irgendwann, ja irgendwann das Original in meinem Besitz sein sollte, dann ist da kein Verlust, ein billiger Fake, die Notlösung, die schnell aus meinem Schrank aussortiert werden muss. Sondern vielmehr ein Gewinn -  zwei Taschen, ähnlich aber nicht gleich. Geschwister eben. ;)